Mittwoch, 17. November 2010

NOVOCAINE FOR THE BRAIN

Es ist Montagmorgen, 6 Uhr.
Der Wecker meines Blackberrys reißt mich aus dem Schlaf.
Schweißgebadet liege ich mit Kopf- und Gliederschmerzen in meinem Bett.
Ich habe mir eine Grippe eingefangen.
Auch wenn ich es mir selbst kaum eingestehen kann, muss ich zu geben: Mit 25 Jahren kann man nicht mehr besoffen auf dem Sofa einer Outdoor-Raucherecke einschlafen, ohne davon krank zu werden. Mit 15 hat mir das noch nichts ausgemacht, mit 20 auch nicht.
Ich schleppe mich in die Küche, koche eine Kanne Tee und rufe im Büro an, um mit verschnupfter Stimme zu erklären, dass ich heute nicht zur Arbeit komme. Im Wohnzimmer falle ich geschafft auf das extra breite, braune Sofa, knipse mit einer der 35 Tasten meiner Fernbedienung den Fernseher an und gieße meinen frisch gekochten Pfefferminztee in ein Caipirinha-Glas. Während ich durch die Kanäle zappe, überlege ich mir, warum ich 12 Wein-, 35 Sekt-, 8 Caipi- und 10 Schnapsgläser aber keine einzige Tasse habe. Ach ja, „Schnaps aus aus Tassen ist gefährlich, Tee aus Schnapsgläsern nur anstrengend!“ hatte ich argumentiert, als ich mit einem Freund bei Ikea Geschirr kaufen wollte und keine Lust mehr hatte, nach Tassen zu suchen. Tee aus einem Caipiglas sieht irgendwie auch mal interessant aus.
Einen ganzen Tag alleine auf den heimischen Polstermöbeln zu vegetieren wäre schon unglaublich langweilig wenn Paul Nipkow 1886 nicht den Fernsehapparat erfunden hätte.
Auf dem Ersten läuft die Wiederholung der letzten Wetten-dass-Folge. Thomas Gottschalk begrüßt Avril Lavigne, starrt ihr einige Sekunden aufs kanadische Holz vor der Blockhütte und lobt lachend ihr Kleid. Nach kurzem Geplänkel moderiert er die nächste Wette an:
Kai-Uwe aus Königswusterhausen wettet, dass er 30 verschiedene Schokoriegel am Knistern der Verpackung erkennen kann. Ich zappe weiter. Auf dem WDR läuft eine Diskussion über Migrationsprobleme in Deutschland. (An dieser Stelle eine Anmerkung, die eigentlich gut zur Sendung gepasst hätte: Während ich diesen Text in meinen PC tippe, stelle ich fest, dass MS Word 2003 in der Rechtschreibprüfung das Wort „Migration“ rot unterstreicht, also gar nicht kennt. Wen wundert es da, dass wir jetzt so große Migrationsprobleme haben, wenn es noch vor 7 Jahren nicht mal ein Wort dafür gab!?)
Serdar Somuncu, ein deutsch-türkischer Comedian konstatiert aufgebracht: „Die Asis auf RTL sind fast alles Deutsche, sprechen die Sprache aber so schlecht, dass sie untertitelt werden müssen!“ Ich muss laut lachen, was sich dann in ein husten entwickelt. Ich trinke einen Schluck Tee. Zapp! Vox zeigt das Kochduell. 6 Promis, die sich gegenseitig bekochen und schlecht machen. „Moment mal!“ Denk ich. „Warum kenne ich eigentlich nicht Einen von diesen so genannten Promis!?“ Nach dem Essen sind 4 der unbekannten Promis im Schlafzimmer der Gastgeberin und probieren einige Stücke der unglaublich vielseitigen Reizwäsche-Sammlung an. Drei davon sind etwa mitte 40 jährige, abgehalfterte Dickerchen und amüsieren sich prächtig. Der Moderator erwähnt den Namen der Gastgeberin: „Daniela Katzenberger“. Ich hole mein Netbook vom Tisch und google den Namen. Eine halbe Stunde später habe ich immer noch nicht herausfinden können, warum diese Person prominent sein soll. Aber für die Macher von Privat-Sender-Programmen reichen anscheinend ein paar wenig begleidete Möpse und ein alberner Dialekt, um das Mittagsprogramm zu fühlen. Zapp!
RTL2: „Tatort Internet – Schützt endlich eure Kinder!“ Ich bin gespannt! Eine tolle Idee, Kinderschänder mit Kameras zu jagen, am liebsten würde RTL2 vermutlich sogar den Akt des Missbrauches filmen, nur dass auch wirklich Jeder zusieht. Unterstützt wird der ganze Schmarrn von Frau Stephanie zu Guttenberg, die Ehegattin der neuen CDU-vorzeige-Marionette.
Eine 18jährige wird 5 Jahre jünger gepimpt und trifft sich mit meist alten, perversen Säcken zum Schäferstündchen. Im Nebenzimmer sitzt das Kamerateam, Moderatorin (falls man das überhaupt so betiteln kann) und ein Security und warten auf das Zeichen des Mädchens. Wenn Diese es dann nicht mehr aushält solch einem Schwein gegenüber zu sitzen, stürmt Frau Krafft-Schöning in den Raum und stellt dämliche und unnütze Fragen wie: „Was würden Sie sagen, wenn man das mit Ihrer Tochter macht?“ oder „Sind Sie krank?“ Unterstützt von psychologisch sinnvollen Ausführungen, die Sie folgendermaßen formuliert: „Geht´s noch?“ „Hallo?“
Danach werden die Täter frei gelassen, schließlich haben Sie noch mehr solcher Treffen an jenem Tag.
Dass auch eine 18jährige in solchen Situationen überfordert ist und traumatisiert wird ist dabei völlig egal. Hauptsache im Fernsehen mal ordentlich auf die Kacke gehauen und die Quote hoch getrieben. Stefan Niggemeier schreibt bei Heise-Online:

„Kein einziger Werbeblock unterbrach die Premiere der Reihe, die nun immer montags um 20.15 Uhr weitergeht. Abgesehen natürlich von den in die Sendung eingebauten Werbeblöcken für Frau zu Guttenberg. Einmal wirkt es fast, als würde Udo Nagel, der ehemalige Hamburger Innensenator, der diese "Fang den Möchtegern-Kinderschänder"-Show moderiert, diese Frau sehnsüchtig schmachtend anblicken. Meistens aber stehen sie steif nebeneinander in einem Studio, und obwohl Nagel mit seiner Unfähigkeit zum Ablesen von Texten schon genug Erinnerungen an die lustigen Polizisten in "Aktenzeichen XY" mitbringt, hat die Produktionsfirma sicherheithalber mehrere Kameras aufgestellt, so dass mindestens einer von beiden immer an der gerade Verwendeten vorbeischauen kann. Vermutlich soll auch das die neue Seriosität und gesellschaftliche Relevanz von RTL 2 belegen.

Aufgrund der kurzfristigen Programmänderung musste übrigens die Wiederholung der RTL-2-Reportage "Grenzenlos geil - Deutschlands Sexsüchtige packen aus" gestern leider entfallen.“
„TATORT FERNSEHEN -SCHÜTZT ENDLICH UNSERE GEHIRNE!“
ZAPP!
HSE24: Eine Frau, etwa 60 Jahre alt. bietet eine Porzellanpuppe feil. „Schau nur, wie lieb unsere Lissy ist! Sie ist immer für Sie da. Man kann mit Ihr spielen, reden, sie auf den Kamin stellen und mit ihr lachen. „Die Alte ist Irre!“ Denke ich und suche gerade nach der Fernbedienung als das nächste Produkt vorgestellt wird: Ein Teeservice mit bunten Blumen bedruckt. „Ideal für das Kaffeekränzchen mit Ihrer Freundin!“ „Lissy jetzt, oder wie?!“ Sag ich in Richtung Fernseher. Die faltige Frau antwortet mit natürlich nicht. Besser so!
Ich schlafe ein.
Ich wache wieder auf, das Blackberrydisplay zeigt den 15.11. 2030, es ist 11.18Uhr.
Im Fernsehen läuft Big Brother. Die Bewohner sind in zwei Teams aufgeteilt. Team rot: 13jährige Mädchen, Team blau: Pädophile, dickbäuchige, haarige Männer.
Einmal am Tag muss jeder allein in einen Raum und führt dort ein Gespräch mit einer Frau. „DAS IST JA BEATE KRAFFT-SCHÖNING!“
Sie beginnt das Gespräch: „Wolltest du Sex mit einer 13 Jährigen machen?“ Nein!“ antwortet er. „Ich wollte ihr doch nur erklären wie das so geht!“
„Hallo? geht’s noch? Ist das Kondom etwa nicht von dir? Und deine Tasche, die wir durchsucht haben, ist voller Sexspielzeug!“
„Ja, aber es tut mir jetzt auch voll leid! Ich wollte nur mal wissen, ob ich bei normalen Frauen noch ankomme.“
„Das ist ein Kind! Du bist krank!“
„Achso, dann lasse ich sowas in Zukunft und kaufe mir lieber Porzellanpuppen!“
Die HSE-Tante hüpft ins Bild: „Und die kleine Lissy zeigt sie auch nicht an, wenn sie ihr kleine Dinge in den Popo stecken, denn das ist Ihre treueste Freundin!“
Sonja Zietlow und Dirk Bach schwingen an einer Liane durch das Haus und bringen die Mädchen im sicheren Dschungel-Camp unter. In der 25 minütigen Werbepause stellt Axel Schulz das neue Doofen-Grill-Set von FuckUmann vor. „Niemehr die Wurst falschherum auf den Grill legen!“
Die Post wirbt für Ihre E-Postmarke und am Ende des Werbeblocks kommt die Vorschau der nächsten Sendungen: Auf RTL 2 läuft die große RTL2-Reportage wieder. „Grenzenlos geil – Deutschlands Sexsüchtige packen aus“ moderiert von Josef Fritzl und Stephanie zu Guttenberg.


Schweißgebadet wache ich auf, spüre, wie mein Herz so heftig pocht, dass ich Angst habe, es platzt. Ich bin völlig außer Atem. Um mich zu beruhigen checke, ich alle Sendungen, ob sie noch so sind, wie heute Morgen am 15.11.2010. Ich greife zum Telefon und bestelle das Teeservice bei HSE 24.

Bei „Prominent“ auf PRO 7 werden neue Nacktfotos von Paris Hilton gezeigt. Angelina Jolie und Bratt Pitt wurden auf Mallorca knutschend in einem Boot erwischt und Nicole Kidman ist gerade wieder fett.
Gott sei dank ist alles wieder normal....

Montag, 2. März 2009

Mittwochs-Dates

Ich stehe an einem weißen, schlecht geputzten Waschbecken und werfe mir mit beiden Händen Wasser ins Gesicht. Es riecht ein wenig muffig und der Raum ist schlecht beleuchtet. In der Toilette einer Cocktailbar in der Studentenstadt Tübingen stehe ich am Waschbecken und kühle mir das Gesicht. Auf was hab ich mich da nur wieder eingelassen? Die Häufigkeit der Tage, an denen ich mir wünsche, einfach nur Zuhause zu sitzen ist schwindend gering, heute jedoch ist einer Dieser. Ich habe mich zu einem Blind-Date überreden lassen und mir war schnell klar, dass man so etwas nicht an einem Freitag macht, eigentlich ist selbst ein Mittwoch für solch einen unnötigen Quatsch zu schade und das, obwohl ein Mittwochs-Date schon der kleine Bruder von "verpiss dich" ist.
In Kreisen fortgeschrittener Dauer-Singles gibt es eine klare Rangordnung, an welchen Wochentagen man sich mit wem verabredet. Nicht zuletzt daran ist zu erkennen, wie weit oben (oder unten) man in der Rangordnung steht. Das Prinzip ist ähnlich, wie die Kurzwahltasten-Ordnung auf den Handys: Am Anfang freust du dich, wenn du die "9" zugeteilt bekommt, wenn man sich gut anstellt, steigt man immer weiter und wenn man es tatsächlich schaffen sollte, die Mailbox von der "1" zu drängen, kannst du dir sicher sein, dass ihre Eltern schon deinen Hochzeitsanzug aussuchen.
Bei den Wochentagen jedoch, ist die Reihenfolge etwas anders: Die Mailbox ist der Sonntag, wobei dieser Tag aber auch gleichzeitig die "0" sein kann. Ob man nun auf "0" oder "1" steht, erkennt man an der Art des Dates. Da hätten wir zum Beispiel das klassische Mittagessen bei Ihren Eltern. Wenn du am Ende von ihrer Mutter, die du doch bitte mit ihrem Vornamen ansprechen sollst, umarmt wirst, schätzt sie die Maße für das Jackett: klare EINS mit Stern. Stern bedeutet, sie kann deine Nummer sogar per Spracheingabe wählen. Etwa so:
Sie: "Schatzi-putzi-schnuffi-pupsi"
Handy: "Wiederholen sie ihre Einga-be"
Sie: "Schatzi-Putzi-Schnuffi-Puupsi"
Handy: "Anruf auf Mobil oder Fe-st?"
Sie: "Mobil"
Handy: "wähle"

Die "0" ist man, wenn man nur als Beziehungsersatz benutzt wird. Bestes Beispiel: Essen gehen und danach ins Kino.

Wenn du mal soweit bist, hast du es echt geschafft: Du bist ein Level weiter. Gut, wer denkt, dann wird das Leben einfacher, der hat sich geschnitten oder um Bodo Wartke zu zitieren: "Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte, wie zum Teufel bindet man nochmal ne Krawatte!?... Meine Freundin, mit der ich schon seit langer Zeit zusammen bin, meinte: "ich bin schwanger." Ich sag: "ist ja toll" da sagt sie zu mir: "Schon, aber das Kind ist leider nicht von dir!" Das sind Probleme, die ich früher noch nicht hatte, Alter wenn ich den erwische, diese Ratte…"

Aber zurück zu den Wochentagen:
Montag und Dienstag stehen für Personen zur Verfügung, von denen man noch nicht weiß, wo sie einzuordnen sind.
Ein Donnerstags-Date entscheidet, ob man das nächste Mal sogar Freitag oder Samstag wert ist oder zurück auf Montag/Dienstag fällt.
Freitag und Samstag sind reserviert für Menschen, die es Wert sind, eine gute Party mit Freunden zu opfern. Da steckt entweder ernsthafter Gedanke dahinter oder man erhofft sich einen One-Night-Stand.
Den Sonntag kennen wir ja bereits.
Und übrig bleibt der unbeliebteste, unwichtigste und nervigste Tag der Woche: MITTWOCH!
Wer sich auf einen Mittwoch daten lässt, hat wirklich gar kein Selbstbewusstsein oder versucht mit jedem erdenklichen Mittel etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen.


Ich schaue auf die Uhr, ich hatte die Zeit völlig vergessen. Seit 20 Minuten stehe ich in der stinkenden Toilette vor dem Spiegel und erstelle Bedeutungsstufen für Wochentage. Ich trockne mir die Hände mit Papiertüchern, werfe sie in Richtung Mülleimer und verfehle Diesen knapp. Dann verlasse ich den Raum und gehe zurück an unseren Tisch. Andrea lässt sich nicht anmerken, dass sie sich wundert, was ich wohl 20 Minuten auf der Toilette gemacht habe. Nach einer etwa 15 minütigen, langweiligen Unterhaltung erkläre ich, ich habe solche Kopfschmerzen und zudem müsste ich morgen arbeiten. Während wir die Bar verlassen, fragt sie mich, ob wir uns bald wieder sehen. "Klar" sage ich, mache eine etwas zu lange Pause und füge dann, "Mittwoch hätte ich Zeit“, an.
Am darauf folgenden Mittwoch bekomme ich gegen 12Uhr eine SMS: "Hast du dir schon etwas spannendes für heute Abend überlegt? Also ich hätte Hunger... lg &bussi" Ich klicke auf antworten und schreibe: "Deiner Körperfülle zufolge, geht dir das wohl öfter so!" Dann lösche ich die SMS und verzichte auf eine Antwort.

Montag, 2. Februar 2009

Wo bitte geht es hier zum Flughafen?

„Schwitzen sie auch immer so im Flugzeug?“ Ich sehe von meinem Buch auf und sehe ein dickes, rundes, schweißgebadetes, dunkelrotes Männergesicht vor mir zwischen den Sitzreihen hindurch blicken. „Nein, eigentlich selten. Zum Glück gibt es ja Lüftungen hier, die man individuell einstellen kann.“ Ich schaue zurück auf mein Buch und versuche die Zeile wieder zu finden, die ich zuletzt gelesen hatte. „Fliegen sie oft?“ Ich schlage das Buch zu, verstaue es in der Sitztasche vor mir und versuche dabei möglichst genervt zu wirken. „Fliegen sie allein in die Türkei?“ Frage ich gegen, ohne seine Frage zu beantworten. „Nein, mit meiner Frau und meinen beiden Kindern. Diese dämliche Fluggesellschaft hat es ja nicht geschafft, uns alle zusammen zu setzen.“ „Meine Freundin sitzt auch irgendwo da hinten.“ Antworte ich. „Aber es sind ja nur 3 Stunden, das kann man schon ertragen. Wir werden ja noch viel Zeit zusammen verbringen, nachdem wir gelandet sind.“ Er sieht das allerdings ganz anders und erklärt mir, dass er sich darüber riesig ärgert und es ihm den ganzen Urlaub versaue. „Ich finde es zwar auch seltsam, dass sie beim einchecken nicht einfach von vorne nach hinten durchnummeriert haben, aber eigentlich ist es mir jetzt auch zu blöde, mich darüber zu muckieren. Schließlich bin ich auf dem Weg in den Urlaub und da will ich mich einfach ein wenig entspannen. Ich rede eigentlich sowieso nicht gerne im Flugzeug.“ Ich hoffe, er versteht den Wink. „Hier kann man doch interessante Menschen kennen lernen!“ Er verstand also nicht. „Oder lästige.“ Wurde ich etwas deutlicher. Kommentarlos drehte er sich um. Ich nehme mein Buch wieder in die Hand und lese weiter, wo ich aufgehört hatte. „Liebe Fluggäste, auf dem Weg von Frankfurt nach Antalya, ich heiße sie herzlich Willkommen in unserem Flugzeug…“ Ich versuche meine Ohren auszuschalten und lese weiter. Frank Goosens neuste Geschichte beginnt gerade interessant zu werden. Das Flugzeug bewegt sich langsam über das Rollfeld. Es dauert relativ lange, bis wir die Startbahn erreicht haben. Das Licht in der Fahrgastkabine wird gedämmt, ein paar englische Anweisungen an das Bordpersonal werden durchgegeben, dann werden die Geräusche des Flugzeuges lauter, die Turbinen starten. Das Flugzeug rollt über die Startbahn, beschleunigt schnell, ich werde in den Sitz gepresst. Ich sehe eine Weile durch das Fenster nach draußen und beobachte, wie Frankfurt immer kleiner wird. Während ich mich weiter meinem Buch widme, fängt ein türkisch aussehender, aber perfekt deutsch (mit hessischem Dialekt) sprechender etwa 20 Jahre alter Mann sich mit einer typisch deutschen Urlauberin, etwa mitte 50, an, sich zu unterhalten. Sie sprechen über die Gegend um Antalya und den Tourismus. Er prahlt damit, dass er in Antalya wohne und in Deutschland Urlaub gemacht habe. Er sei ganz groß im Geschäft, sehr erfolgreich und aufstrebend. Ich schaue mir den erfolgreichen Herren neben mir im Sitz an und erinnere mich, ihn am Check-In gesehen zu haben. Sein Begleiter trug einen Adidas-Jogging-Anzug mit der Aufschrift eines deutschen Regional-Fußball –Vereins auf dem Rücken. „Der wohnt also in der Türkei?!“ denk ich mir und wundere mich ein wenig. Er erzählt weiter von seinem traumhaften Leben. Seine russische Frau und er haben ein Kind und seine Eltern holen ihn vom Flughafen in Antalya ab und er hat ihnen in der Türkei ein Haus gekauft. „Also wenn er jetzt gleich noch erzählt, dass er Bürgermeister in der Türkei ist, hau ich ihm Eine rein.“ Denke ich mir, während ich versuche mich wieder auf mein Buch zu konzentrieren. Leider werde ich gleich wieder von der Flugbegleiterin (Das Wort Stewardess darf ja nicht mehr benutzt werden) unterbrochen: „Was möchten sie trinken?“ Ich bestelle ein Glas Sekt, meine beiden Nachbarn jeweils einen Tomatensaft. Ich würde wirklich gerne wissen, wer von diesen Leuten Tomatensaft zuhause hat oder es in Restaurants bestellt. Kein Mensch trinkt doch, außer im Flugzeug, Tomatensaft. Woher kommt der Quatsch nur? Und warum wird das überhaupt im Flugzeug angeboten? Wenn es keinen gäbe, bestellte ihn doch auch keiner, oder? Einer meiner Bekannten ist Lebensmitteltechniker, vielleicht sollte ich den mal anrufen und fragen, ob Tomatensaft in 10 000Metern Höhe anders schmeckt, als aus dem heimischen Kühlschrank. Der Billigsekt jedenfalls schmeckt genau so billig, wie in 240 Metern. Ich hole meinen Notizblock aus der Tasche und notiere: „Markus anrufen: Tomatensaft bei 10 000Metern Höhe.“
Das Essen wird gereicht. Eigentlich habe ich ja gar keinen Hunger, weil ich erst vor zwei Stunden sehr ausgiebig bei meiner Tante und ihrer pakistanischen Familie gegessen habe, aber zum Zeitvertreib lasse ich mir das Tablett reichen, auf dem sich einzeln Abgepacktes befindet. Mit großer Mühe versuche ich alles auszupacken, ohne es im ganzen Flugzeug zu verteilen. MIR gelingt das auch recht gut. Meine Sitznachbarin zur Linken stellt sich etwas ungeschickter an und schießt mir mit ihrer Gabel versehentlich etwas Karottensalat an die Schläfe. „Oh nein, das tut mir fürchterlich leid!“ „Kein Problem, mir schmeckt der Salat auch nicht besonders, aber die nehmen den auch wieder mit, wenn sie ihn nicht wollen“ Antworte ich mit einem Zwinkern. „Es tut mir wirklich sehr leid, ich bin bei so was immer so ungeschickt, besonders wenn ich nervös bin.“ Ich nicke grinsend, den Blick über meinem Tablett. Ohne, dass ich auch nur eine Spur an Interesse habe, warum sie denn so nervös ist, erklärt sie es mir ausführlich. Die Tabletts werden wieder abgeräumt. Ich versuche ein wenig zu schlafen. Etwa 20 Minuten vor der Landung wache ich wieder auf. Ich bewege meine Augen müde über das, was ich um mich sehen kann. Der Kopf meiner Nebensitzerin liegt auf meiner linken Schulter. Ich schließe die Augen wieder, um vorzutäuschen, meine Schulter im Schlaf, also unkontrolliert zu bewegen und spiele dann den Aufwachenden. Sie schreckt auf, sieht mich mit kleinen Augen an und ihr Gesicht läuft sofort tiefrot an. „Oh man, was mache ich nur wieder?“ „Ich glaube sie haben geschlafen. Ich hoffe, ich habe sie nicht dabei gestört.“ „Es ist mir so unangenehm, dass ich auf ihren Schultern lag“ Ich reagiere gelassen und antworte, es sei mir so leichter gefallen, dass ich nicht neben meiner Freundin sitzen konnte.

Das Licht in der Kabine wird wieder abgedunkelt, der Flieger sinkt rasch und setzt schließlich auf türkischem Boden auf. Noch während wir über die Landebahn rollen, beginnen die Passagiere zu klatschen.
Was soll dieser Unfug? Der Mann am Steuer und sein Copilot machen doch nur ihren Job. Wenn er trotz seiner 2,3Promille noch auf dem Balkon vor meinem Hotelzimmer landen würde, wäre ich begeistert aber aufgrund der regulären Ausführung seiner Tätigkeit verspüre ich keinen Drang, ihm zu applaudieren.

Wir steigen aus dem Flugzeug aus und auf dem Weg zum Kofferband treffe ich meine Freundin wieder. Wir fischen unsere Koffer vom Band und ziehen sie durch das Gedränge hindurch nach draußen. Ein freundlicher Mann bringt uns zu einem Kleinbus und verstaut darin unser Gepäck. Während er den Bus aus der Parklücke buchsiert, sehe ich den erfolgreichen Proll-Anzug und seinen Adidas-Begleiter in einen der Kleinbusse einsteigen, die alle zu den großen Hotelketten gehören. „Ein eigenes Hotel hast du hier auch noch.“ Murmel ich leise vor mich hin. Meine Freundin schaut mich fragend an und während ich ihr alles erzähle, lachen wir über den „Geschäftsmann“ der vielleicht doch nur dick aufgetragen hatte....

JETZT kann der Urlaub beginnen!

Mittwoch, 2. Juli 2008

Warum Männer keine fetten Frauen wollen

In illustrer Runde sitzen wir am Freitagabend an einem kleinen Tisch in einer Kellerbar und unterhalten uns über die üblichen Themen: Beziehung, Autos, Sex, Job, Geld und andere belanglose Dinge, als wir auf die doch schon fast philosophische Frage stoßen: „Warum wollen Männer keine dicken Frauen?“
Wir, zwei Männer und eine Frau, schlanke Frau selbstverständlich, diskutieren zunächst nicht sonderlich ernst, die Dame am Tisch ist nicht dick und wir beiden Männer stehen nicht auf dicke Frauen.
Nach dem alle typischen Witze und Sprüche über den Tisch gesalbt sind, werde ich etwas ernster: „Mal ehrlich, warum stehen wir nicht auf dicke Frauen? Während des Mittelalters, zum Beispiel, zeugte eine runde Figur von Reichtum. Je dicker die Frau, desto dicker auch ihr Haus, bzw eigentlich das Haus ihres Mannes, da Frauen in dieser Zeit wohl keine oder kaum eigene Güter besaßen und eh nichts zu sagen hatten, aber das ist ja ein anderes Thema.“
Ich selbst sollte diese Frage eigentlich mit Leichtigkeit beantworten können, schließlich hatte ja auch ich noch nie eine mollige oder gar dicke Freundin.
Laut einer amerikanischen Studie haben dicke Menschen mehr Spaß am Sex, als Dünne. Also warum probieren wir es nicht einfach mal aus? Vielleicht stellen wir alle fest, dass das Leben schöner ist, wenn wir dicke Partner und Partnerinnen haben!?
Selbst in meinem Freundeskreis fällt mir kaum eine Frau ein, die nicht nach meiner Vorstellung gebaut ist.
Mögen wir dicke Menschen weniger, als schlanke? Würden wir uns schämen, wenn man sie als Freunde an unserer Seite sehen würde?
Sind wir derart arrogant und oberflächlich geworden, dass wir uns unsere Freunde schon nach Ihrem Aussehen aussuchen? Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich auch in meiner Umgebung selten dicke Menschen. In Szene-Bars, Clubs und Diskotheken sehen die meisten Menschen gut aus, oft kann man sie kaum von den Tänzern und Tänzerinnen unterscheiden.
Müssen sich Dicke vor dieser schicken Welt verstecken? Vielleicht gibt es ja schon illegale Partys, zu denen nur Dicke kommen dürfen. Diese Partys finden im Wald oder in verlassenen Gebäuden statt, eine Art „Fat-Goa“. Dort gibt es Extasy-Pommes-Frites und Vodka-Bull mit extra Zucker.
Haben wir vielleicht Weight-Watchers viel zu wenig Beachtung geschenkt und in Wirklichkeit ist es eine Untergrundorganisation gegen wirksame Diät-Methoden? Vielleicht planen sie im amerikanischen Weight-Watchers-Headquarter schon Bombenanschläge auf Tofu-Produktionen und Gemüsefelder. Müssen unsere Kinder In der Angst, beim Gemüsehändler einer Kofferbombe zum Opfer zu fallen, aufwachsen? Oder werden wir selbst systematisch mit unterbewussten Botschaften in Werbung, Fernsehen, Internet und Zeitung in die Fettleibigkeit gedrängt? Ich habe neulich im Stern gelesen, dass es in Deutschland immer mehr stark Übergewichtige gibt, in Amerika ist das ja schon lange so. In Amerika gibt es auch schon länger Weight-Watchers, ein Zufall? Ich sehe da ein System! Noch sieht die Welt weg, das liegt eben in der Natur des Menschen, aber bald schon werden sie ihre Augen nicht weiter vor dieser weltweiten Bedrohung verschließen können. Die Untergewichtssteuer ist nicht mehr weit, Tabak wird verboten und durch Schokoladenzigaretten ersetzt und an Putenschnitzel ist gar nicht mehr zu denken. An einem bisher noch nicht bekannten Datum werden genau zu Mitternacht alle Reformhäuser in die Luft gejagt und Vegetarier werden verhaftet.
„Kie? Hörst du uns?“ Ich tauche aus meinen Gedanken auf und antworte: „Klar hör ich euch, ich schlaf ja nicht!........Was habt ihr gesagt?“ Kurzes Gelächter…. „Wir wollten jetzt gehen!“ „Stimmt, ich komme mit.“ Wir verabschieden uns vor der Tür und die beiden laufen die Straße entlang, während ich in die andere Richtung durch eine kleine Gasse muss. Hinter mir bemerke ich einen Mann, ich drehe mich etwas um und sehe einen großen, dicken Mann mit breiten Schultern und riesigen Armen. „Ist sicher ein brutaler Schläger, der mich ausschalten will, weil ich ihren Plan durchschaut habe“, denke ich mir, während ich immer schneller die Gasse entlang laufe, der Schläger wird auch immer schneller. Was soll ich tun? Ich fange an zu rennen, er rennt auch und ist schneller als ich. Er packt mich an der Schulter. „Jetzt ist es aus! Die Organisation hat mich gefasst und jetzt kann ich niemandem von ihrem perfiden Plan erzählen!“ Ich drehe mich um und hebe die Faust, „WAS WILLST DU?“ brülle ich ihn an. „Hey Kie, hab dich in der Kneipe gesehen, kennst du mich nicht mehr? Wir saßen doch in der Schule mal nebeneinander!“ „Hey Patrick! Schön, dich mal wieder zu sehen. Lass uns da hinten auf ein Bier rein gehen!“
Wir unterhalten uns etwa drei Stunden und mir wird klar, dass mir mein eigener Kopf wieder einmal einen Streich gespielt hat.

Sonntag, 30. März 2008

Automatenprodukte

Heute Abend bin ich mit einer Frau verabredet und freue mich schon den ganzen Tag auf sie.
Wir begrüßen uns vor der Türe eines Lokales, betreten dieses und nehmen auf zwei Korbstühlen Platz. „Gott sei dank sitzen wir im Raucherbereich“ denke ich mir, während sie das Gespräch über ihr Studium eröffnet. Ich bestelle eine Latte Macchiato, sie einen Capuccino. Nachdem wir uns eine Weile wirklich gut unterhalten hatten, entschuldige ich mich für einen Moment und gehe zur Toilette. Während ich da am Pissoir stehe, richtet sich mein Blick auf einen Kondomautomaten. Es gibt 5 verschiedene Sorten Kondome. Wenn ich es so eilig habe, dass ich in einer Brasserie Kondome brauche, ist das ja schon anormal, aber ich würde sehr gerne mal einen solchen Freak kennen lernen, der sich aber doch noch so viele Gedanken macht, welches Kondom wohl am besten für diese Nummer geeignet sein mag.
„Baby,…wie heißt du noch mal?“ „Susi“ „Susi, welches Kondom hättest du gerne für den Quicky in dieser dreckigen Toilette?“ „Also wenn es Keins mit Bananengeschmack gibt, kannst es gleich vergessen!“ „Klar, gibt es. Mit oder ohne Noppen?“ „Mh, mit mittelgroßen Noppen und extra großem Reservoir, bitte.“ „Ok, aber dann such ich die Farbe aus!“

Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nie Sex in einer Restauranttoilette hatte, aber ich finde eine solche Auswahl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen.
Nun ja, es gibt noch allerlei andere lustige Produkte in diesem Automaten. So kann man im sechsten Fach zum Beispiel eine „Reise-Vagina“ für schlappe 4 Euro (Einwurf bitte 2x2 Euro) erstehen. „Der Spaß für Unterwegs“ sagt der Slogan. Wer könnte wohl Interesse an einem solchen Produkt in einer Kneipe haben? Also der Kellner jedenfalls nicht, der hat mir nämlich zärtlich über die Schulter gestrichen um mich dann mit einem Zwinkern zu begrüßen. Vielleicht der Kerl, der neben uns sitzt und meiner Begleitung ständig auf den Hintern schaut? Sicher hat dieser Perverse die Gummi-Muschi unterm Tisch und stellt sich dabei vor, es wäre meine Begleitung.

Während ich meine Hände wasche, wundere ich mich über mich selbst und überlege, ob ich mir eventuell doch einen Therapeuten suchen sollte, der mir solche Spinnereien austreibt… Wie so eine Sitzung wohl aussähe!?
„Herr Kienzle, wie kann ich ihnen denn helfen?“
„Neulich hatte ich ein Date und der Perverse am Nachbartisch hat auf meine Begleitung onaniert!“
„Sie bilden sich das also ein?“
„Nein, er hat sich eine Reise-Vagina am Automaten gezogen um sich mit Dieser unterm Tisch zu befriedigen, während er den Hintern meiner Begleitung anstarrte.“

Der Therapeut würde dann in sein Diktiergerät flüstern: „Paranoide Wahnvorstellungen, die stark sexuell geprägt sind. Sollte auf psychische Schädigungen in früher Kindheit untersucht werden. Familienverhältnisse erfragen!“

Ich trockne mir die Hände mit einem Einweghandtuch und gehe nochmals auf den Automaten zu.
Wenn die reichlich überlegte Auswahl des Kondoms getroffen ist, kann das spontan geile Paar auch endlich loslegen. Die Auswahl der Kabine fällt leichter, da die wenigstens alle gleich sind. Wild knutschend verschwinden sie in der Ersten. Er schließt ab, sie öffnet seine Hose. Plötzlich hört sie auf und steht wie angewurzelt da. „Scheiße, Zuhause war ja heute Waschtag und deswegen habe ich so einen Kartoffelsack als Schlüpfer an!“ Lobet den Herrn, denn auch für dieses Problem weiß der unauffällig braune Automat eine Lösung: Für einen Angebotspreis von nur 2 Euro (in Worten: Zwei Euro) gibt es einen „aufregenden Tanga“!
Also noch mal das Kleingeld rausgeholt und schon ist der Quicky perfekt. Ein toller Automat!
Nebenan sollte eigentlich noch Einer hängen, aus dem man Utensilien zum koksen ziehen kann, dass auch wirklich alle Eventualitäten der Bedürfnisse einer Brasserie-Toilette abgedeckt sind.
Irgendwie kann ich mir weder die Reise-Vagina, noch den Tanga so recht vorstellen, deswegen greife ich in meine Hosentasche und stecke 2-Euro-Münzen in den Automaten. Ich ziehe eine Vagina und einen Tanga und begutachte meinen Kauf, während ich langsam aus der Toilette laufe. Im engen Gang treffe ich auf meine Begleitung, die mich etwas irritiert anschaut. „Auch nen Tanga ausm Automaten?“ Frage ich sie. „Ähm, danke, ich hab einen.“ „Es gibt auch 5 Sorten Kondome und eine Reise-Vagina!“ „Ich bin gleich wieder da.“ Ich gehe zurück an unseren Tisch und warte auf sie. Die beiden Automatenprodukte stecke ich in meine Jackentasche. Als ich mich nach einer Weile umdrehe, sehe ich meine Begleitung gerade noch durch die Eingangstür huschen. Ich bezahle die Rechnung und stapfe langsam zu meinem Auto. Sie fand es wohl seltsam, dass ich mit einer Reise-Vagina und einem Tanga von der Toilette kam. Aber muss man da gleich wegrennen?

Auf dem Heimweg halte ich an einer Tankstelle, weil ich kein Kleingeld mehr für den Zigarettenautomaten an meiner Hauswand habe….

Sonntag, 2. März 2008

A usual Single-Sunday

Selbst ein überzeugter Single wünscht sich zumindest einmal in der Woche eine Freundin oder wenigstens etwas Ähnliches; Sonntagnachmittag!
Dabei geht es nicht um Sex oder um Spaßhaben, es geht darum, Nähe zu erfahren und mit jemandem sprechen zu können.
So sitzen überall in der Stadt verteilt, die Menschen in Ihren schicken Singlewohnungen, die mit Single-Sofas und Single-Küchen eingerichtet sind und wissen nicht so recht, was sie mit sich anfangen sollen. Vom Bett vor den Fernseher, auf dem Weg noch in der Küche eine Tasse Kaffee holen und dabei feststellen, dass die Auswahl im Kühlschrank für ein eventuelles Frühstück völlig ungeeignet ist. Wer möchte schon eine halbe Flasche Wodka, den Rest Jägermeister, Weißwein oder eingelegte Oliven frühstücken?! Im Fernsehen läuft Sonntagmittags ein Programm, das wirklich kein normaler Mensch ertragen kann – ich denke, das hat irgendwer heimlich so entschieden, dass die Leute in Cafés und Restaurants gehen, anstatt faul vor der Glotze zu sitzen; Wenigstens kurbelt es ein wenig die Wirtschaft an – Also geht es weiter an den PC, der in Singlewohnungen meistens direkt neben dem Bett oder mitten im Wohnzimmer ist. In manchen Wohnungen ist das aber auch das Selbe. Über jegliche Messenger wird dann versucht, sich mit irgendjemandem zu verabreden, oder man diskutiert die Party der letzten Nacht aus, beides führt meist zu wenig Erfolg.
„Wie hieß eigentlich die Kleine, mit der du dich gestern unterhalten hast?“ „Du meinst die, mit der du nachher wild an der Theke geknutscht hast?“ „Scheiße, vergiss es einfach….“

„Hallo Nadine, was machst du denn heute noch so?“ „Ich treffe mich nachher mit einer Freundin, wir wollen was beim Chinesen holen und den ganzen Tag ´Sex and the City´ schauen“

„Hey Mark, hast du lust, was essen zu gehen?“ „Du, ich wollte mit Rebecca heute nen ruhigen Tag machen. Ich muss auch los, wir gehen ein wenig spazieren!“

„Hey Paul, wie wäre es mit Kino?“ „Ich hab noch einen riesigen Schädel und die Kleine von gestern will nicht mehr gehen….Sie macht uns Frühstück…..Bin gespannt, was sie da in meiner Küche finden will!“

Das ist der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man sich seinem Schicksal einfach schmiegt, eine Pizza bestellt und einfach da bleibt, wo man ist, oder man versucht weiter zwanghaft jemanden zu finden, der sich mit einem treffen möchte. Wenn man Glück hat, findet man noch jemanden, meist eine Person, mit der man sich sonst eher selten trifft und das auch gut so findet oder man hat Pech und fährt dann zu Mac Donald´s um
1. was zu Essen zu bekommen und
2. evtl. dort jemanden zu treffen, den man kennt und der vielleicht Lust hat, etwas zu unternehmen.
Ich habe bei Mac Donald´s noch nie Erfolg gehabt und trotzdem versuche ich es immer wieder.

Wenn man Glück hat und sich doch noch verabreden kann, geht man in eine der schlechten Kneipen in der Umgebung, meckert etwas an der Einrichtung rum und spielt mit der Tischdeko, während man sich über belanglosen Kram unterhält, vor allem um Partys.
Spätestens um 22 Uhr sind dann beide müde und beschließen den Abend zu beenden, „weil man heute ja auch nichts mehr reißen kann“. Mehr oder weniger zufrieden legt man sich ins Bett, ist noch gar nicht Müde, weil man erst 8 Stunden wach ist und quält sich dann durch das TV-Programm, während man sich ärgert, dass man nicht schlafen kann und morgen wieder um 8 Uhr bei der Arbeit sein sollte.

Nach 6 Folgen CSI (auf einem der 312 Kanäle läuft das immer gerade) und 4 Stunden Schlaf ist es Montagmorgen und man schleppt sich ins Geschäft.
Und an jedem dieser Montagmorgen hört man die gleichen Sätze am Kaffee-Automaten:
„Man, war das ein geiles Wochenende!“
„Was haben wir Spaß gehabt.“
„Ich freu mich schon auf Freitag!“

Und alle freuen sich auf das wohlverdiente Wochenende, bis es wieder Sonntag ist...

Montag, 25. Februar 2008

Ich fühle mich so Brandenburg!

hier ist der Link zu dem Song, den ihr vorher auf jedenfall hören solltet!http://de.youtube.com/watch?v=vFgDyfrCpAs

Es ist Freitagmorgen 9 Uhr. Ich sitze am Küchentisch, nehme mein Frühstück ein, was bedeutet, dass ich zu der ersten Zigarette des Tages eine Tasse Kaffee trinke und stöbere ein wenig im Internet. Bei Youtube stoße ich auf Reinald Grebes „Brandenburg“. Ich finde seine Art, sich über das Bundesland und dessen Probleme lustig zu machen extrem witzig, was auch der Grund ist, dass ich dieses Lied den ganzen Tag nicht aus meinem Kopf bekommen werde.

„Steh´n drei Nazis auf´m Hügel und finden keinen zum Verprügeln, in Brandenburg“
„Es ist nicht alles Chanel, es ist meistens Lidl, kein Wunder, dass der Bogen nicht mehr fiedelt, in Brandenburg“
„Ich fühl mich heut so leer, ich fühl mich Brandenburg“ „Ich fühl mich ausgebrandenburgt“

Um 11 Uhr mache ich mich mit einer Freundin auf den Weg nach Berlin um einen Freund zu besuchen und dort mal wieder „ordentlich feiern“ zu gehen.

Wir packen die Taschen, 10 Ostereier, Notebook, 4 Flaschen Vittel, 2 Liter Wodka, Gartenmöbel, 10 Liter H-Milch und bunte Cornflakes (die gibt es nämlich in Berlin nicht) ins Auto, programmieren das Navi, suchen die passende Musik aus und schon geht es los.

Voller Vorfreude rasen wir über die Autobahn. Wir sitzen gut gelaunt im Auto, lassen die Electro-Sounds auf uns wirken und unterhalten uns; und immer schwirrt mir dieses Lied durch den Kopf. Wir halten hinter Nürnberg an einer Raststätte um die sanitären Anlagen aufzusuchen und kaufen noch weitere Getränke. Wir laufen zurück ans Auto, ich hüpfe auf eine Parkbank und singe: „Berlliiiiiiin, Halleluja Berliiiiiiin…“

Nachdem wir endlich Bayern passiert haben, geht es noch kurz durch Thüringen und Sachsen-Anhalt, bis wir an einem Schild vorbei fahren, auf dem steht: „Herzlich Willkommen in Brandenburg“ „Brandenburg. Offen für…Macher und Gründer, …Ideen und Perspektive, …Entdecker”.
Ich lese das Schild laut vor und singe danach: „Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist und es gibt……BRANDENBURG!“ „In Berlin bin ich einer von 3 Millionen, in Brandenburg kann ich bald alleine wohnen!“
Das nächste Schild macht uns auf eine Raststätte aufmerksam. Wir beschließen, dort kurz anzuhalten. Ich setze den Blinker rechts, trete die Kupplung durch, um einen Gang zurück zuschalten und höre dabei ein lautes Krachen, worauf mein Kupplungspedal nicht mehr zurückkommt. Ich lasse das Auto auf den Parkplatz rollen, öffne die Haube und sehe ein gerissenes Kupplungsseil. „ICH FÜHL MICH SO LEER, ICH FÜHL MICH BRANDENBURG!“ schreie ich über den großen Rastplatz, worauf sich ein paar Leute zu mir umdrehen um mir einen skeptischen Blick zukommen zu lassen. „Kie, was machen wir denn jetzt?“ Ich antworte lachend: „Ich lasse mir die Laune jetzt doch nicht von der Karre vermiesen! Wir rufen die Pannenhilfe, lassen uns abschleppen, nehmen einen Leihwagen und morgen wird das sicher schnell repariert sein, das geht ja nur 10 Minuten!“ Ich wähle die Nummer auf meiner Mitgliedskarte, es meldet sich eine „Mandy irgendwas..“ mit dem dort üblichen Dialekt und versucht mich am Telefon zu beruhigen, als ob gerade mein Bruder erschossen worden wäre, obwohl ich keineswegs aufgeregt bin.
„Wo stehn sie denn genäu?“ „Auf der Raststätte Niemegk in….Brandenburg.“ Das Wort „Brandenburg“ singe ich dabei, wie in Grebes gleichnamigem Lied.
„Dor Abschlebbor is gleisch doar! Geht höchstens eene Stunde“, sagt sie.
Ich singe vor mich hin: „Nimm dir Essen mit, wir fahren nach Brandenburg!“
„Wie bitte?“ „Entschuldigung! Vielen Dank, für Ihre Hilfe, ich warte dann mal auf den Abschlebbor!“ „Tschö“ „Auf Wiederhören“

Während wir auf den „Abschlebbor“ warten, hält neben uns ein Auto, aus dem 3 kahlrasierte, junge Männer aussteigen. „Na, Keinen zum verprügeln gefunden?“ Frage ich durch die geschlossene Autotür. Ich beobachte sie, wie sie gegen die Hauswand der Tankstelle urinieren und leere Bierflaschen auf der Wiese neben unserem Parkplatz deponieren, dann setzen sie ihre Fahrt fort.
Nach 90 Minuten Wartezeit werden wir abgeschleppt und auf dem Hof des Unternehmens wird mir erklärt, dass bei Ihnen samstags keiner arbeitet. „Es gibt Länder, wo was los ist…“
Auf meine Frage, wann ich denn dann mein Auto abholen könne, sagte mir der Maik (selbstverständlich mit „ai“ geschrieben): „Noar isch beschdell am Mondoch das Deil und dann gommd es vielleischt Diensdoch, dann einbaun. Fahrn se eben schön mitn Leihwagen dursch Börlin!“ Ich wollte eigentlich Sonntag wieder zurück fahren, aber allein die Diskussion ist mir schon zu anstrengend, also bleibe ich halt „mitn Leihwagen“ etwas länger in Berlin. Nach ein wenig Schreibkram wird mir mein Leihwagen überreicht. „Grade der da draussen!“ „Der blaue BMW? Ich habe nämlich ziemlich viel Gepäck!“ Maik verkündet mir lachend: „Nee, der gehört nem Kunden! Dor Fiesta!“ Ich lade das Nötigste aus meinem Kombi in den Fiesta und starte den Motor. Auf den restlichen 60km bis Berlin muss ich feststellen, dass dieser 15 Jahre alte Fiesta gerade mal 140km/h erreicht und das bergab!
„In Brandenburg, in Brandenburg ist wieder einer gegen einen Baum gegurkt. Was soll man auch machen, mit 17-18 in Brandenburg?!“ Meine Begleitung antwortet auf meine hundertste musikalische Einlage dieses Tages: „Hoffentlich war das mit unserem Leihwagen, dann kann ihm wenigstens nicht viel passiert sein.“ „Stimmt, bei der Geschwindigkeit kannst noch den Förster anrufen, der den Baum vor dem Aufprall schnell fällt!“
Nach gefühlten 4 Stunden Fahrt passieren wir den Berliner Messeturm. Meine schlechte Laune hat sich in ein unsinniges Verhalten gewandelt und so stehe ich mitten im Wedding an der roten Ampel, aus den Boxen kommt irgendein HipHop-Gedudel, weil das Radio nur einen Sender empfängt und ich rufe aus dem geöffneten Fenster: „Ich bin hier der Pimp im Wedding! Holt mir Bushido, ich will ein Rennen gegen seinen Benz!“ Dabei lehne ich mich locker auf der Tür auf, als würde ich gerade im tiefer gelegten BMW-Cabrio sitzen.

Als wir endlich bei unserem Freund in der Wohnung sitzen, zünde ich mir eine Zigarette an und singe leise vor mich hin: „Berlin, Halleluja, Berlin! Alle wollen da hin, darum will ich es auch…“ Er fragt mich, was mit mir los sei, ich antworte: „Sorry, ich fühl mich heut so…..“ „So was?“ „So ausgebrandenburgt!“

Dienstag, 15. Januar 2008

One-Night-Talk

Ich stehe in der Menschenmenge vor einer großen Bühne, auf der „Tok Tok“, 2 Berliner Dj-Größen, ihr Können zum Besten geben. Die Musik ist laut, schrill und sehr außergewöhnlich, die Lichter blitzen lila und grün durch den Raum. Etwas Nebel zieht durch die vorderen Reihen und dringt zu mir durch. Ich erkenne nur noch wenig um mich herum. Ich tanze zu dem eindringlichen Beat und es ist fast so, als wäre ich ganz allein. Neben mir stehen ein Kerl und eine junge Frau. „Hast nen Namen?“ Schreit er ihr ins Ohr. Ich denke: „Wie kann man bei einem so geilen Sound nur Rumstehen und belanglosen Mist quatschen?“ Ich tanze weiter und genieße den Sound. Sie antwortet: „Sunny, wie die Sonne scheint! *kicher*“ „Ach, das klingt ja echt total interessant! Schöner Name! Bist du denn ein so fröhlicher Mensch?“ „Ja, deswegen hat mich meine Mama so genannt, als ich noch klein war.“ Ich tanze direkt neben „Sunny“ weiter und fange versehentlich laut an zu lachen und mir entweicht ein lautes: „Tussi“. Sunny und der Kerl drehen sich zu mir um und schauen mich skeptisch an. Ich ignoriere sie und spiele vor, nicht sie gemeint zu haben. Ich muss leider etwa 20 Minuten zuhören, wie Sunny dämliche Komplimente ins Ohr geschrieen bekommt und darauf mit ihrem dämlichen Gekicher antwortet. Ich gehe an die Bar um für mich und meine beiden Freunde ein paar Drinks zu ordern. An der Bar lehnt ein weiteres Pärchen, ich dränge mich zwischen die Beiden, worauf ich von der Blonden ein „ Hallo? Wir unterhalten uns hier gerade!“ zu geschrieen bekomme. „Oh sorry, lernt ihr euch gerade kennen?“ „Ja, wenn du uns davon nicht weiter abhältst“ entgegnet sie etwas genervt. Ich bezahle die Drinks, drehe mich um und sage: „Er wird dich sicher glücklich machen…….und wenn du Glück hast, kriegst noch nen Kaffee, bevor er dich morgen früh rausschmeißt! Schönen Abend noch und ihr wisst ja, sei kein Dummi, nimm en Gummi!“ Während ich wieder in die Menge laufe, höre ich noch Blondies „Arschloch“, bevor die Musik ihr Geschnatter überblendet. Wir stoßen an, tanzen weiter und feiern uns selbst. Das kleine, verwirrte Mädchen, das mit mir auf der Party ist, dreht sich um, um die sanitären Anlagen aufzusuchen, da fragt sie der Bling-Bling-Schwörer in seinem Glitzer-Shirt hinter uns: „Ey, gehsch du auf Klo, oder?“ Damit wollte er sie wohl ansprechen. Man muss schon sagen, es ist wenigstens kein gewöhnlicher, langweiliger Flirtspruch, doch meine Freundin antwortet nur: „Das heißt Toilette, du Asi!“, schiebt ihn zur Seite und macht sich auf den Weg. Mein Freund und ich tanzen weiter und genießen den geilen Sound, die bunten, grellen Lichter, eben die angenehme Atmosphäre eines Clubs, während wir uns noch ein paar Drinks gönnen und ein wenig die Leute um uns beobachten. Plötzlich stellen sich zwei etwa 16jährige Mädchen direkt vor uns, sodass ich kaum noch Platz habe zu tanzen. Ich gehe einen Schritt zurück und schaue den Beiden eine Weile zu. Zuerst stehen sie nur da und schauen sich um, beginnen dann vorsichtig zu tanzen. Sie tuscheln ununterbrochen und fangen an, sich über die Menschen um sich lustig zu machen. Die Kleine, Blonde, etwas mollige schaut kurz zu mir nach hinten und grinst. Ich grinse zurück. Sie tuscheln kurz, dann schaut die Dünne, Hübschere kurz zu mir, ich ignorier sie, weil sie mir ständig vor der Nase rumtanzt und mich nervt. Das scheint ihr zu missfallen, deswegen fängt sie an, mich nachzumachen. Ich beuge mich nach vorne, direkt an ihr Ohr und sage: „Versuch deine eigene Unsicherheit nicht zu überspielen, indem du dich über andere lustig machst, das ist noch uncooler als du tanzt und das sieht schon aus, als hättest du nen Hüftschaden, Kindchen.“ Ich lasse sie mit offenem Mund stehen und geh zur Toilette, nicht „aufs Klo“. Als ich zurückkomme, grinst mich die Blonde kurz an, aber so, dass es ihre Freundin nicht sieht. Ich gehe noch mal zur Anderen hin und sage: „ Deine Mutter steht vor der Tür und ist ziemlich sauer, weil du dich so spät raus geschlichen hast!“ Ihre Freundin fängt an zu lachen, obwohl sie es zu unterdrücken versucht. „Missy“ stapft energisch an mir vorbei und lässt ihre Freundin einfach stehen. Nach einer Weile gehe ich nach Draußen, um eine kleine Zigaretten-Pause einzulegen. Neben mir stehen zwei ziemlich betrunkene junge Frauen und unterhalten sich über irgendeinen „Ex“. Auf einmal schreit die Eine: „WER WILL SEX? ICH MEIN`S ERNST, WER HAT BOCK MIT MIR?“ „Das ist doch mal ne Ansage“, schmeiß ich ihr grinsend zu. Sie nimmt mich an der Hand und wir gehen zu ihrem Auto, sie öffnet die Türen und wir steigen ein. „Wenigstens mal Eine, die ehrlich zu sich selbst ist!“ sage ich, während ich einsteige. Sie nimmt eine Flasche, öffnet sie und trinkt daraus. „Auch nen Schluck Vodka-Bull?“ „Wenn keine Chemie drin ist, gerne“ „Was ist denn in Red-Bull, außer Chemie?“ „Vielleicht ein kleinwenig Wasser. Ich meinte aber chemische Drogen“ „Nein, ich brauche keine Drogen, mir reicht Alkohol!“ ich nehme einen großen Schluck und gebe ihr die Flasche zurück. „Du bist also Fachmann für Lebensmittel und Ernährung?“ „Nein, Drogenfahnder!“ antworte ich. Lachend sagt sie: „Klar, sonst hättest wahrscheinlich kein Bull getrunken.“ Ich erzähle ihr, dass ich von diesen heuchlerischen Flirtversuchen total genervt bin und es einfach albern finde, was die Menschen sich ausdenken, nur um den Anderen ins Bett zu bekommen. Sie tun so, als wären sie an der Person wahnsinnig interessiert und hören sich Unmengen von Quatsch an, den sie sich nicht mal bis zum nächsten Tag merken können. „Dann gibt es da noch die andere Sorte, die sich kaum kennen und sich dann selbst eine Beziehung vorspielen, sich gegenseitig gleich den Eltern vorstellen und nach 2 Monaten zusammen ziehen wollen. Die haben doch nur Angst, allein zu sein, Angst vor sich selbst, weil sie sich nicht im Griff haben und immer jemanden brauchen, der auf sie aufpasst.“ Sie nickt nur und trinkt aus der Flasche. Sie erzählt mir von ihrer letzten Beziehung, dass sie ihren Ex-Freund immer noch sehr oft vermisst und ständig an ihn denkt. „Und jetzt versuchst du dich bei Sex im Auto mit fremden Typen abzulenken?“ „Ich weiß auch nicht, warum ich das gemacht habe.“ Ich trinke den letzten Schluck der Vodka-Bull-Mischung, öffne die Tür und sage: „Du bist auch nicht ehrlich zu dir selbst, lass uns besser wieder rein gehen!“ „Wir lassen das besser mit dem Sex, oder?“ „Ja, du würdest es morgen eh bereuen!“ ich laufe zur Tür des Clubs, sie läuft mir nach und ruft: „Kann ich dir mal ne SMS schreiben?“ Ich gebe ihr meine Nummer und stelle die Bedingung, „Wenn du dich morgen Mittag noch an meinen Namen erinnern kannst, dann schreib mir!“ Ich gehe vorbei an der Security und zurück zu meinen Freunden, während sie noch draußen stehen bleibt und auf ihrem Handy tippt. Gegen 5 Uhr verlassen wir den Club und fahren zu mir um noch einen Film zu schauen, bei dem wir allerdings alle drei ziemlich schnell einschlafen. Als ich gegen 12 Uhr mittags vom Fernseher geweckt werde, habe ich eine neue Nachricht auf dem Handy.

Neue Nachricht von unbekannter Nummer:
Bist du noch gut Heim gekommen? Hab dich im Club noch gesucht, aber nicht gefunden. Du hast mir deinen Namen gar nicht gesagt! Darf ich jetzt trotzdem schreiben? Ich weiß nur, dass du Ernährungsspezialist bei der Drogenfahndung bist! LG Melli

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